Steinbecker Biogasanlage wird mit Maissilage und Getreide gefüttert
Im Dezember 2005 konnte die neue Biogasanlage am Hof Stegemann, Püttenbecker Straße 39 in Steinbeck nach viermonatiger Bauzeit in Betrieb genommen werden.
Erneuerbare Energien werden in der Zukunft zur Energiesicherung wahrscheinlich eine immer wichtigere Rolle spielen. Und nicht zuletzt die hohen Energiepreise lassen das Interesse an alternativen Energiequellen wachsen. Biogas ist eine dezentral verfügbare erneuerbare Energieform. Die Anlage in Steinbeck zählt zu den so genannten NawaRo-Biogasanlagen (NawaRo steht für nachwachsende Rohstoffe), in denen vor allem Ackerfrüchte zu Methan vergoren werden. Der Brennstoff Methan wird anschließend in einem Blockheizkraftwerk verbrannt. Dabei werden Strom und Abwärme erzeugt.
"Wir rechnen bei unserer Biogasanlage mit 4.390.000 kWh Stromertrag pro Jahr. Das entspricht einem Strombedarf von ca. 1.000 Haushalten. Außerdem liefert die Anlage durchschnittlich 4.500.000 kWh Wärme pro Jahr, das entspricht dem Bedarf von ca. 2.000 Haushalten", erläutert Lothar Stegemann, einer der Gesellschafter der "Bioenergie Steinbeck GmbH".
Der erzeugte Strom wird direkt in das Netz der RWE eingespeist. Das Gros der Abwärme wird über eine Fernwärmeleitung der Gärtnerei Rieke (Luftlinie 350 Meter) zugeführt und beheizt dort die Gewächshäuser.
Die Steinbecker Biogasanlage wird täglich mit ca. 25 Tonnen Silomais und 1 Tonne Getreide "gefüttert". Die eingesetzten Rohstoffe werden von Mikroorganismen in Fermentern vergärt, wobei sie Gase produzieren. 

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